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Kuscheltiere...? Veröffentlicht am Mittwoch, den 9. Januar 2013

Heiligabend war es mal wieder so weit. Tausende von Kuscheltieren aller Formen und Farben wechselten unterm Weihnachtsbaum den Besitzer, um in den Armen freudestrahlender Kinder zu landen.

Was Eltern oft nicht wissen: Viele der niedlichen Stofftierchen bauen enorme elektrische Gleichspannungen an ihrer Oberfläche auf, die entsprechende Gleichfelder in ihrer Umgebung nach sich ziehen. Man spricht hier auch von Elektrostatik.

Elektrostatik entsteht vor allem an Kunststoffoberflächen und synthetischen Fasern. Durch Reibung und geringe Luftfeuchte wird sie verstärkt.

Im menschlichen Organismus erzeugt Elektrostatik Ladungsumverteilungen und Ströme. Steht unser Körper unter Spannung, stehen uns die Haare zu Berge und wir entladen uns mitunter schlagartig an geerdeten Gegenständen. Wir alle kennen dieses manchmal geradezu schmerzhafte Phänomen.

Für das Raumklima bedeutet Elektrostatik eine Verschlechterung der Luftionisation und eine Störung ihrer natürlichen Harmonie. Sie zieht Staub an und wirbelt ihn auf.

Liegt das elektrische Gleichfeld frischer Luft in der Natur normalerweise zwischen 10 und 200 Volt, so schaffen manche Kuscheltiere an ihren elektrostatisch geladenen Oberflächen spielend 15.000 Volt und mehr. So etwas wollen Sie nicht wirklich in unmittelbarer Körpernähe ihrer Lieben wissen.

Ähnliches gilt für viele andere Oberflächen in unserer Wohnumgebung. Dazu gehören Wand- und Fußbodenbeläge, Oberflächenbeschichtungen, Bildschirme und Einrichtungsgegenstände. Leicht werden hier elektrostatische Werte von einigen Tausend Volt und mehr erreicht.

Zum Vergleich: die weltweit anerkannte TCO-Norm für Computermonitore neuerer Bauart begrenzt deren Oberflächenspannungen auf 500 Volt.

Generell sollten Sie nicht nur bei Stofftieren leitfähigen Naturmaterialien den Vorzug gegenüber Kunststoffen und Kunstfasern geben.

Teppichböden – auch wenn sie aus Wolle sind - sollten ohne isolierenden Schaumrücken auskommen. An die Innenwände gehören naturbelassene mineralische Putze und Farben. Baubiologisch ideale Bodenbeläge sind Massivholz, Naturstein oder Fliesen, Linoleum oder Kork ohne isolierende Lacke und Kunststoffbeschichtungen.

Ganz allgemein gilt der Grundsatz: Warum künstlich, wenn es auch natürlich geht? - Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken.

Christian Schaar