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Skan-Hus Standard gibt Radon keine Chance Veröffentlicht am Dienstag, den 9. September 2014

Radon – von lateinisch radius „der Strahl“ bezeichnet ein natürlich vorkommendes, radioaktives Edelgas. Radon entsteht durch den Zerfall von in Erdreich und Gestein vorkommenden Uran- und Thoriumspuren.

Da Radon, das eine Halbwertszeit von 3,8 Tagen besitzt - gasförmig ist, diffundiert es aus den oberen Erdschichten in die Atmosphäre, wo es in weitere radioaktive Zerfallsprodukte übergeht.

Durchschnittlich liegt die Strahlenbelastung durch das Einatmen von Radon in Deutschland bei 1,1 Millisievert pro Jahr. Zum Vergleich: die Gesamtstrahlenbelastung liegt bei durchschnittlichen 4 Millisievert pro Jahr.

Problematisch können Radonbelastungen vor allem in solchen Gebieten werden, die von Natur aus erhöhte Uran- und Thoriumgehalte im Gestein aufweisen. Hierzu zählen in Deutschland die Mittelgebirge des Schwarzwaldes, der Eifel, des Hunsrückes, das Fichtel- und Erzgebirge sowie die Oberpfalz und der Bayerische Wald.

Hier kann sich das geruchslose Gas unter Häusern sammeln und vor allem in Altbauten durch Risse in Mauerwerk und Fundament oder durch schlecht abgedichtete Rohr- und Kabeldurchführungen ins Gebäudeinnere gelangen und sich dort in schlecht gelüfteten Bereichen beispielsweise Kellern ansammeln. In solchen Fällen können Konzentrationen des Gases und seiner Zerfallsprodukte entstehen, die ein erhöhtes Risiko für die Gesundheit darstellen.

Findet man im Freien durchschnittliche Radonwerte von höchstens 20 Becquerel pro m³, so können in belasteten Gebäuden Werte von einigen Hundert – und in Extremfällen - bis zu mehren Tausend Becquerel je m³ gemessen werden. Studien gehen von einer linearen Erhöhung des Krebsrisikos um 10 – 16% je 100 Becquerel aus.

Schätzungen des Umweltministeriums nehmen an, daß 1-2% der Wohnungen in der Bundesrepublik Deutschland oberhalb eines Richtwertes von 250 Bq/m³ liegen.

Im Neubau lassen sich solche Belastungen relativ leicht ausschließen. Grundsätzlich gilt: Je dichter die Konstruktion, desto besser der Schutz gegen das Eindringen des Gases.

Zu den notwendigen Maßnahmen gehören ausreichend mit Stahl bewehrte Bodenplatten und Keller aus Stahlbeton sowie das normgerechte Abdichten von Wanddurchführungen, Fugen und anderen Öffnungen. Grundwasserdichte Bauteile bieten immer auch einen guten Radonschutz.

Schon unsere Standardkonstruktion erfüllt diese Anforderungen. Zusätzlich arbeiten wir grundsätzlich mit Radonabsperrbahnen unterhalb der Kellersohle oder Bodenplatte.

Verunreinigungen der Atemluft durch Radon aber auch durch andere Schadstoffe lassen sich zudem ganz entscheidend durch den Einsatz entsprechender Lüftungstechnik beeinflussen.

Ein Skan-Hus ist nicht nur aus diesem Grund generell mit Systemen zur kontrollierten Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Dies ermöglicht einen Totalaustausch der Atemluft innerhalb eines bestimmten Zeitraumes bei gleichbleibend guter Lüftung aller Räume.