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Feinstaub Veröffentlicht am Dienstag, den 26. März 2013

Als Fein- oder Schwebstaub werden Kleinstteilchen in der Luft bezeichnet, die nicht unmittelbar zu Boden sinken. Für das menschliche Auge sind diese Teilchen unsichtbar und allenfalls im Zusammenhang mit bestimmten Wetterlagen als Dunstglocke über Industriegebieten und stark besiedelten Räumen wahrnehmbar.

Feinstaub belastet die Gesundheit und wird für verschiedene Erkrankungen verantwortlich gemacht. Ultrafeine Partikel nebst angelagerten Schadstoffen können über die Lungenbläschen bis in die Blutbahn vordringen. In Freiburg haben Forscher im Laborversuch nachgewiesen, dass Emissionen aus Laserdruckern DNA-Mutationen hervorrufen können.

Man unterteilt die Staubpartikel je nach Korngröße in verschiedene Klassen, die entsprechend der englischen Bezeichnung „particulate matter“ mit dem Kürzel PM bezeichnet werden. Unter PM10 fallen Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer (das sind 10 Millionstel Meter). Besonders feine Teilchen fallen in die Fraktion PM2,5 unterhalb von 2,5 Mikrometern, wobei die kleinsten Partikelchen weniger als 0,1 Mikrometer (das sind 100 Milliardstel Meter) groß sind.

Außerdem unterscheidet man zwischen primären Feinstäuben, die aus direkter Quelle beispielsweise einem Verbrennungsprozess stammen oder sekundären Feinstäuben, die erst durch komplexe chemische Reaktionen aus gasförmigen Stoffen wie Stickstoff- und Schwefeloxiden in der Atmosphäre entstehen.

Natürliche Feinstaubquellen sind Aerosole wie Viren oder Sporen, die Bodenerosion, Waldbrände sowie Emissionen aus Vulkanen und Meeren.

Menschengemachte Quellen sind Kraftfahrzeuge, Müllverbrennungsanlagen, Kraftwerke, Heizanlagen, Tierhaltung und Industrieprozesse.

Die höchsten Feinstaubwerte werden dementsprechend in der Außenluft von Ballungsräumen und Industriegebieten gemessen. Zeitweise kann unter bestimmten Wetterbedingungen Feinstaub, der aus der Sahara oder Waldbränden in Russland stammt, die Werte auch großräumig ansteigen lassen.

In Innenräume dringt die belastete Außenluft durch undichte oder geöffnete Fenster. Aber auch in Innenräumen selbst entstehen Feinstäube durch Kochen und Braten, Kaminöfen, Staubsaugen ohne Feinstfilter, Kerzen, Rauchen und Bürogeräte.

In unseren Häusern rücken wir dem Feinstaub gleich auf mehrere Arten zu Leibe:

  1. Wir statten unsere Häuser generell mit einer Anlage zur kontrollierten Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung aus und sorgen damit für einen regelmäßigen Luftaustausch.
  2. Wir legen hierbei Wert auf eine dezentrale Zuluftführung, die ohne die Einblasung von Luft durch Rohrsysteme auskommt und Frischluft über leicht zu reinigende, unterdruckgesteuerte und mit Filtern ausgestattete Außenwandventile nachführt.
  3. Wir setzen auf Zentralstaubsaugeranlagen mit antistatischen Rohrsystemen, die den eingesaugten Feinstaub im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen an die Umgebungsluft außerhalb des Hauses abgeben.
  4. Wir setzen auf Wand- und Bodenbeschichtungen, die sich nicht elektrostatisch aufladen und so zu einer homogenen Luftionisation und Ladungsverteilung beitragen.

Auch Sie selbst können Feinstaubbelastungen in den eigenen vier Wänden verringern, wenn Sie:

  1. Laserdrucker oder Kopierer in Ihrem Haushalt mit leicht nachrüstbaren Feinstaubfiltern versehen und solche Geräte in Räumen aufstellen, in denen Sie sich nicht dauerhaft aufhalten. Wenn man in diesen Räumen dann noch zusätzlich eine Fortluftabsaugung der kontrollierten Wohnungslüftung vorsieht, was keinen größeren Aufwand darstellt, können Sie die Belastungen aus dieser Quelle auf ein verschwindendes Minimum reduzieren.
  2. Bei Einrichtung Ihres Hauses generell auf Oberflächen - vor allem aus Kunststoffen – verzichten, die sich elektrostatisch aufladen und damit Ionisation und Ladungsverteilung der Atemluft verändern und damit zu einer erhöhte Staubbelastung beitragen.
  3. Während des Kochens die mit einem Filter ausgerüstete Dunstabzugshaube mitlaufen lassen.
  4. Bei der Befeuerung Ihres Kaminofens nur gut abgelagertes, trockenes Holz verwenden